Die Psychonauten von Josef Nyary 
Ein spannender, mit ungeheurer Phantasie erdachter Abenteuerroman über das Evernet (= zukünftiges Internet) und mörderische Spiele im Cyberspace.
Mal abgesehen von den humoristischen Romanen von Rudy Rucker, kann die Cyberpunk-Literatur ermüdend wirken: immer dieser Griff in virtuelle Welten, die ins Nirgendwo führen! Aber wenn ein SF-Autor griffige Termini und forsche Thesen formuliert, kann man sein Buch - so wie in diesem Fall - als eine Mischung aus Umberto Eco und Larry Niven/Jerry Pournelle bezeichnen.
Die Psychonauten ist die Geschichte vierer Jungen, die in Silicon Valley aufwachsen, am Computer basteln, Programme schreiben und vom Bau einer Künstlichen Intelligenz träumen. Mit der Zeit wird einer von ihnen ein Halb-Verbrecher, der zweite bleibt ein "gewöhnlicher" Cyber-Hippie, und die Brüder Allan und Grant machen Karriere als Pharma-Designer, indem sie neue Psychodrogen erproben. Auf einer dieser Reisen in das Innere des Menschen bleibt Grant verschollen - wie es sich herausstellt, in seinem eigenen Gehirn...
Eine 650 Seiten dicke und nur bedingt futuristische Bettlektüre.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen